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♥ Ellen's Schneiderstube ♥

Kreativität ist der Versuch, anders zu denken, anders zu fühlen, anders zu leben. Der Versuch, das Neue zu entdecken und zu verwirklichen. Der kreative Mensch ist unbequem, stellt viele Fragen und glaubt nicht an Routine. Der kreative Mensch zeichnet sich dadurch aus, dass er für neue Ideen empfänglich ist. Er ist aufgeschlossen und in jeder Hinsicht erlebnisfähig. Starres Denken und unbeugsame Regeln sind ihm fremd. (Frederic Mayer)

...GLAUBE an WUNDER, LIEBE und GLÜCK. Schaue nach VORNE, NIEMALS ZURÜCK. Tu was DU WILLST und STEH' dazu, denn DIESES Leben lebst nur DU!

Hier könnt Ihr einen kleinen Teil dessen sehen, was so in meiner "SCHNEIDERSTUBE" entsteht.
Es wurde und wird allerdings nicht immer alles von mir anhand von Fotos dokumentiert.

Der Christbaumständer ...

.... nehmt euch etwas Zeit, ein paar Weihnachtsplätzchen und genießt einfach diese etwas andere Weihnachtsgeschichte .....
♥ ♥ ♥ 
Beim Aufräumen des Dachbodens (ein paar Wochen vor Weihnachten) entdeckte ein Familienvater in einer Ecke einen ganz verstaubten, uralten Weihnachtsbaumständer.
Es war ein besonderer Ständer mit einem Drehmechanismus und einer eingebauten Spielwalze.
Beim vorsichtigen Drehen konnte man das Lied "O du fröhliche" erkennen. 
Das mußte der Christbaumständer sein, von dem Großmutter immer erzählte, wenn die Weihnachtszeit herankam.. Das Ding sah zwar fürchterlich aus, doch da kam ihm ein wunderbarer Gedanke. Wie würde sich Großmutter freuen, wenn sie am Heiligabend vor dem Baum säße und dieser sich noch einmal wie in uralter Zeit zu drehen begänne und dazu "O du fröhliche" spielte. Nicht nur Großmutter, die ganze Familie würde staunen.
Es gelang ihm, mit dem antiken Stück ungesehen in seinen Bastelraum zu verschwinden. Gut gereinigt, eine neue Feder, dann müßte der Mechanismus wieder funktionieren, überlegte er. Abends zog er sich jetzt geheimnisvoll in seinen Hobbyraum zurück, verriegelte die Tür und werkelte.
Auf neugierige Fragen antwortete er immer nur "Weihnachtsüberraschung".
Kurz vor Weihnachten hatte er es geschafft. Wie neu sah der Ständer aus, nachdem er auch noch einen Anstrich erhalten hatte. Jetzt aber gleich los und einen prächtigen Christbaum besorgen, dachte er. Mindestens zwei Meter sollte er messen. Mit einem wirklich schön gewachsenen Exemplar verschwand Vater dann in seinem Hobbyraum, wo er auch gleich einen Probelauf startete.
Es funktionierte alles besstens.
Würde Großmutter Augen machen!
Endlich war Heiligabend. "Den Baum schmücke ich alleine", tönte Vater. So aufgeregt war er lange nicht mehr. Echte Kerzen hatte er besorgt, alles sollte stimmen.  "Die werden Augen machen", sagte er bei jeder Kugel, die er in den Baum hing. Vater hatte wirklich an alles gedacht. Der Stern von Bethlehem saß oben auf der Spitze. Bunte Kugeln, Naschwerk und Wunderkerzen waren untergebracht. Engelhaar und Lametta dekorativ aufgehängt.

Die Feier konnte beginnen.

Vater schleppte für Großmutter den großen Ohrensessel herbei.
Feierlich wurde sie geholt und zu ihrem Ehrenplatz geleitet. Die Stühle hatte er in einem Halbkreis um den Tannenbaum gruppiert. Die Eltern setzten sich rechts und links von Großmutter, die Kinder nahmen außen Platz.
Jetzt kam Vaters großer Auftritt.
Bedächtig zündete er Kerze für Kerze an, dann noch die Wunderkerzen. "Und jetzt kommt die große Überraschung",  verkündete er, löste die Sperre am Ständer und nahm ganz schnell seinen Platz ein. Langsam drehte sich der Weihnachtsbaum. Hell spielte die Musikwalze "O du fröhliche".
War das eine Freude!
Die Kinder klatschten vergnügt in die Hände.
Oma hatte Tränen der Rührung in den Augen.
Immer wieder sagte sie: "Wenn Großvater das noch erleben könnte, dass ich das noch erleben darf". Mutter war stumm vor Staunen. Eine ganze Weile schaute die Familie beglückt und stumm auf den sich im Festgewand drehenden Weihnachtsbaum, als ein schnarrendes Geräusch sie jäh aus ihrer Versunkenheit riss. Ein Zittern durchlief den Baum, die bunten Kugeln klirrten wie Glöckchen. Der Baum fing an, sich wie verrückt zu drehen. Die Musikwalze hämmerte los.
Es hörte sich an, als wollte "O du fröhliche" sich selbst überholen. 
Mutter rief mit überschnappender Stimme: "So tu doch etwas!"
Vater saß wie versteinert, was den Baum nicht davon abhielt, seine Geschwindigkeit zu steigern. Er drehte sich so rasant, dass die Flammen hinter ihren Kerzen herwehten.
Großmutter bekreuzigte sich und betete.
Dann murmelte sie: "Wenn das Großvater noch erlebt hätte".

Als Erstes löste sich der Stern von Bethlehem, sauste wie ein Komet durch das Zimmer, klatschte gegen den Türrahmen und fiel dann auf Felix, den Dackel, der dort ein Nickerchen hielt.
Der arme Hund flitzte wie von der Tarantel gestochen aus dem Zimmer in die Küche, wo man von ihm nur noch die Nase und die Augen um die Ecke schielen sah.
Lametta und Engelhaar hatten sich erhoben und schwebten wie ein Kettenkarusell am Weihnachtsbaum. 
Vater gab das Komando "Alles in Deckung!"
Ein Rauschgoldengel trudelte losgelöst durchs Zimmer, nicht wissend, was er mit seiner plötzlichen Freiheit anfangen sollte. Weihnachtskugeln, gefüllter Schokoladenschmuck und andere Anhängsel sausten wie Geschosse durch das Zimmer und platzten beim Aufschlagen auseinander.
Die Kinder hatten hinter Großmutters Sessel Schutz gefunden.
Vater und Mutter lagen flach auf dem Bauch, den Kopf mit den Armen schützend.
Mutter jammerte in den Teppich hinein: "Alles umsonst, die viele Arbeit, alles umsonst!" Vater war das alles sehr peinlich. Oma saß immer noch auf ihrem Logenplatz, wie erstarrt, von oben bis unten mit Engelhaar und Lametta geschmückt. Ihr kam Großvvater in den Sinn, als dieser 14/18 in den Ardennen in feindlichem Artilleriefeuer gelegen hatte. Genau so mußte es gewesen sein.
Als gefüllter Shokoladenbaumschmuck an ihrem Kopf explodierte, registrierte sie trocken "Kirschwasser" und murmelte: "Wenn Großvater das noch erlebt hätte!".
Zu allem jaulte die Musikwalze im Schlumpfakkord "O du fröhliche", bis mit einem ächzenden Ton der Ständer seinen Geist aufgab. Durch den plötzlichen Stopp neigte sich der Christbaum in Zeitlupe, fiel auf's kalte Buffet, die letzten Nadeln vonn sich gebend.

Todenstille!

Großmutter, geschmückt wie nach einer New Yorker Konfettiparade, erhob sich schweigend. Kopfschüttelnd begab sie sich, eine Lamettagirlande wie eine Schleppe tragend auf ihr Zimmer.
In der Tür stehend sagte sie: "Wie gut, dass Großvater das nicht erlebt hat!"

Mutter völlig aufgelöst zu Vater: "Wenn ich mir diese Bescherung ansehe, dann ist deine große Überraschung wirklich gelungen".
Andreas meinte: "Du Papi, das war echt stark! Machen wir das jetzt Weihnachten immer so?"
(der Verfasser dieser "Weihnachtsgeschichte" ist mir leider nicht bekannt)
♥ ♥ ♥ 


Also, wir haben jetzt KEIN solches Erbstück ;)
Unser Christbaumständer ist ohne elektisches Gedöns. Schilcht, solide, er dreht sich nicht.
Geschmückt wird der Baum (sicherheitshalber) auch von mir ;)
Beim Lesen dieser Geschichte hatte ich die US-TV Sitcom "Hört mal wer da hämmert" vor Augen. Dort hat auch einmal der "Herr des Hauses" einen Baum mit Hilfe eines Plattenspielers "tunen" wollen. Dieses ging im übrigen genau so daneben wie in obiger Geschichte (wie eigentlich so vieles, was dieser "Möchtegernhandwerker" in dieser Serie gebaut hat). 
Meine 3 Männer wollten immer pünktlich zu Weihnachten auch so einen mit "Power" getunten Tannenbaum (sinnigerweise kam ja bisher auch immer auf irgendeinem TV-Kanal eine Wiederholung eben dieser Weihnachtsfolge von "Hört mal wer da hämmert").

Bisher konnte ich das allerdings NOCH verhindern ;)
"Hört mal wer da hämmert" schauen meine Männer allerdings immer noch gerne!
♥ ♥ ♥
In diesem Sinne, wünsche ich Euch allen ein schönes Fest.
Sollte etwas nicht so "perfekt" sein, dann ist das auch nicht schlimm. Die Hauptsache ist doch, dass Ihr im Kreise eurer Lieben besinnliche, friedvolle und glückliche Stunden verbringen könnt.
Habt einfach alle eine gute Zeit und fantastische Feiertage.
Schaltet einen Gang runter. Kein Mensch braucht zum Glücklichsein korrekt gebügelte Tischdecken, toll dekorierte Tischtafeln und die perfekte Weihnachtsgans. In allen meinen Weihnachtserinnerungen sind solche "Dekorationen" nicht vorhanden. Das Zusammensein, die gemeinsame Zeit, lachen und fröhlich sein ..... das sind meine Erinnerungen an Weihnachten!
♥ ♥ ♥

Kommentare:

  1. Liebe Ellen,
    wünsche Dir und deiner Familie ruhige besinnliche Weihnachten mit viel Zeit für einander!
    Liebe Grüße
    Petra

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    1. Liebe Petra,
      danke für deine Wünsche. Wir hatten wirklich ein schönes Fest. Genau so wie es sein soll. Im Kreise der Familie mit ganz viel Zeit und Ruhe für einander!

      ♥liche Grüße
      Ellen

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  2. frohe weihnachten ellen ,
    hab ne schöne zeit mit deiner familie !
    vielen lieben dank für deine weihnachstgrüße
    habe mich sehr darüber gefreut .
    alles liebe für dich

    weihanchtliche grüße birgit

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    1. Liebe Birgit,
      danke für deine Wünsche (die sind im übrigen eingetroffen). Wenn dich meine "altmodische" Briefpost erfreut hat, dann ist es genau das, was ich erreichen wollte.
      Ein lächeln auf deinem Gesicht ;)

      ♥liche Grüße
      Ellen

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"Das Leben ist zu wertvoll um sich mit Dingen zu umgeben, die einem nicht gut tun"

♥lichen Dank, dass Du dir die Zeit nimmst um hier bei mir einen Kommentar zu hinterlassen. So bald es mir möglich ist, werde ich natürlich auch bei Dir vorbeischauen und ein paar Zeilen bei dir schreiben ;)

♥liche Grüße
Ellen